Schonwaschgang für Linux
Meine ubuntu-Systeme sind zwar recht wartungsfreundlich, d.h. außer Sicherung fällt da nix an. Allerdings habe ich gerade auf schwächerer Hardware nach längerer Nutzung ein leichtes “Stottern” bemerkt. Da ja viele Dienste unter Linux sehr protokollierfreudig sind, lag die Idee nahe das System mal zu “entschlacken”. Die händische Suche nach diesen Protokollen und Logs erwies sich als sehr zeitraubend und als “Nicht-Linux-Vollprofi” auch nicht unbedingt als sehr ergiebig. Allerdings stellte ich da fest, das außer den Logs noch eine Menge anderer (meiner Meinung nach) unnützer Datenreste wie Lokalisierungen in Suaheli, etc.
Also musste was her, was die Sache für mich automatisiert erledigt. Auf der Suche nach einer “CC-Cleaner-Alternative” für Linux bin ich über BleachBit gestolpert. BleachBit gibt es hier schon fertig als Pakete für diverse Distributionen:
http://bleachbit.sourceforge.net/download/linux
Nach der Installation taucht es als Menüpunkt unter Systemwerkzeuge auf. Man kann da entscheiden, ob man es als User oder als Root startet. Dementsprechend ändert sich natürlich auch die Bandweite der Suche.
BleachBit ist perfekt deutsch lokalisiert und recht übersichtlich. Man kann sich in einer ausführlichen Liste auswählen, was für Daten (-reste) durchsucht werden sollen. Dabei hat jeder einzelne Punkt eine gute Beschreibung, so das auch ein Anfänger weiß, was er da genau macht bzw. löschen will. Die Auswahl ist standartmäßig schon recht groß, neben den obligatorischen Logs sucht er auch nach Verläufen, temporären Daten und Cache’s (Vorschaubilder, etc.). Als Root hat man noch die Möglichkeit, unbenutzte Lokalisierungen, Systemlogs und beschädigte Dateien zu löschen. Auch kann man den freien Festplattenplatz überschreiben lassen, so das gelöschte Daten endgültig vernichtet werden.
All das macht BleachBit auch für die Datensicherheit sehr interessant. Die Unterstützung für Standartprogramme ist sehr gut, weitere Programme kann man mittels XML-Dateien ergänzen, das hab ich aber selber noch nicht erprobt.
Mein Fazit: Profis werden darüber lächeln, aber für mich gehört BleachBit auf jeden Semi-Profi- und Anfängerrechner der regelmäßig gewartet wird. BleachBit reinigt den Rechner auf die sanfte Tour und ist auch in unbedarften Händen bei weitem nicht so zerstörerisch wie der “Rechner-Hausmeister” von ubuntu.
Der erste Durchgang brachte bei mir auf einem ubuntu-Rechner der seit über einem Jahr im Produktiveinsatz ist ganze 589 MB mehr Plattenplatz und wieder einen flüssigeren Betrieb.
(Für Windows gibts das ganze auch, wurde aber von mir nicht getestet)
also suaheli finde ich jetzt gar nicht sooo schlecht ^^
aber der tipp ist echt gold wert.
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